Die USS Philadelphia im Mondschein

Ahoj ihr Landratten! 

Die See und die guten alten Segelschiffe haben es mir wirklich angetan! 

Seit dem letzten Eintrag ist wieder eine gewisse Zeit vergangen. In dieser Zeit durfte ich meine erste mehrtägige Reise auf dem Schulungssegler für traditionelle Seemannschaft, der “Roald Amundsen” erleben. Es war eine unglaubliche Erfahrung. Doch mehr dazu vielleicht in einem späteren Beitrag! 🙂 

Aber ihr könnt ihr einen kleinen, aber beeindruckenden Blick, auf dieses herrliche Schiff werfen als wir vor der Küste Schwedens entlang segelten: 

Heute geht es um ein Schiff einer ähnlichen Größe. Es ist die “USS Philadelphia”, eine amerikanische 36-Kanonen- Fregatte. Am 05.April 1800 begann sie ihren Dienst in den Westindischen Inseln. Leider hatte sie nur ein kurzes Leben. Bereits drei Jahre später, am 31. Oktober 1803, lief sie auf Grund. Sie und ein anderes Schiff der US-Navy verfolgten und befeuerten ein lybisches Kriegsschiff. Dabei lief unsere “Philadelphia” im Hafen von Tripoli, der Hauptstadt von Lybien, auf Grund und konnte nicht mehr herausgezogen werden. So wurde das Schiff durch die Crew einsatzuntauglich gemacht und die Crew selber wurde zu Sklaven eines Paschas. Die Lybier borgen das Schiff und unter Einsatz einer großen Menge Geldes wurde die “Philadelphia” wieder seetauglich gemacht. Das konnte die Amerikaner nicht dulden! So ein Schiff in feindlicher Hand war eine große Gefahr. 

Also galt es: entweder zurück erobern oder zerstören! So kam eine List zum Einsatz. Ein gekapertes lybisches Schiff wurde umgebaut, besser gesagt umgeriggt, so dass es wie ein einheimisches Schiff aussah. Ein junger Leutnant bekam das Kommando. Sie segelten im Schutz der Nacht in den Hafen und taten so als hätten sie in einem Sturm alle ihre Anker verloren. Nun bräuchten sie einen sicheren Hafen. So kamen sie an die “Philadelphia”. Das Schiff wurde von den Amerikanern zurückgekapert, seeuntauglich gemacht und verbrannt. So endete die Geschichte der “USS Philadelphia” am 16. Februar 1804. 

Aber wie komme ich eigentlich auf dieses Schiff?
Das habe ich Instagram zu verdanken. Ich folge dort einigen Künstlern und Seglern..
Eines schönen Tages entdeckte ich den niederländischen Künstler Maarten Platje und seine Bilder. Kein Künstler malt so realistische Bilder! Er wurde zu meinem Vorbild.
Er malt gerne historische Szenen nach. So hat er ein wunderschönes Bild von der “USS Philadelphia” vor Gibraltar gemalt. Als ich dieses Bild sah, habe ich mich sofort darin verliebt. Es ist sogar bis heute mein Desktophintergrundbild auf dem Computer. 

Ich wollte dieses Schiff unbedingt nachmalen! Es war für mich eine neue Herausforderung, denn dieses Bild ist sehr detailliert. Aber eben gerade das war für mich der spannende Punkt! 

Allerdings wollte ich das Bild nicht eins zu eins abmalen, sondern nur das Schiff. Also wählte ich als Hintergrund eine stürmische See. Zunächst wollte ich eine Gewitterszene malen.  

Doch kurz vor Ende entschied ich mich um und machte daraus einen romantischen Vollmond. Den Himmel habe ich mindestens drei oder vier Mal übermalt. Das Schiff an sich ging recht gut zu malen. Nur mit den Masten hatte ich mich ein wenig verschätzt. Den Hauptmast habe ich ganz zuletzt noch ein wenig nach achtern, also nach hinten, versetzt. Früher hätte ich nie gedacht, dass man bei Acyrlmalerei so gut ausbessern und übermalen kann. Doch das habe ich in diesem Bild des öfteren getan.  

Die Höhe der Masten habe ich auch unterschätzt, sodass der Hauptmast und damit leider auch die Flagge der USA nicht mehr zu sehen ist.  

Ein weiterer großer Fehler sind Licht und Schatten. Der Mond gibt das Licht von hinten, aber ich habe das Bild so gemalt als würde das Licht von vorne kommen.  

Fachkundige Augen würden bestimmt noch weitere Fehler in dem Bild entdecken. 

Aber ich wollte für mich persönlich ein neues Meisterwerk schaffen und über mein geliebtes Bild “Sailing” hinauswachsen. Außerdem wollte ich sehen, wo meine Grenzen sind. In diesem Bild habe ich sie gefunden, aber auch erweitern können. 

Es hat mir unglaublich viel Freude gemacht, dieses Bild zu malen. Es war ein Prozess, der über ein bisschen mehr als drei Monate ging. Es gab lange Malpausen, da ich einige andere Malprojekte zu erledigen hatte, die ich später auch noch vorstellen werde. 

Insgesamt liebe ich dieses Bild heiß und innig und es ist wirklich mein neues Meisterwerk! 

Für mich steht eines fest: Das Malen von traditionellen Segelschiffen ist meine Leidenschaft! 
Jetzt hängen die beiden Schwestern Seite an Seite:

Zum Schluss möchte dem kreativsten Künstler danken, der mir diese Freude am Malen gegeben hat! Nur mit Gott ist all dies möglich, daher: Soli Deo Gloria – Allein Gott die Ehre! 

Noch mal zwei Nahaufnahmen:

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