Willkommen zurück! Es hat ein wenig gedauert, doch nun geht unsere Reise auf dem breiten Weg weiter! 🙂
Wir waren zuletzt bei dem herausfordernden Thema des Kinos stehen geblieben. Hier kannst du es nochmals nachlesen.
Heute geht es nicht weniger herausfordernd weiter! Bist du für die Weiterreise bereit?
Falsche Religionen
Manche Pilger auf dem breiten Weg merken inzwischen, dass die innere Leere immer mehr zunimmt. Trotz all der kurzweiligen Vergnügungen bleibt ein Bedürfnis ungestillt. Vielen wird bewusst, dass ein Leben ohne Religion nicht erfüllend ist. Einer Religion zu folgen, gibt dem Leben einen Sinn und eine Richtung. Es hilft, eine Struktur und Ausrichtung zu finden. Daher beschäftigen sich doch wieder immer mehr Menschen mit den verschiedenen Religionen. Ein Trend, den ich beobachte, ist, dass die Menschen sich gerne ihre Religion selbst zusammen basteln. Man nimmt sich aus den verschiedenen Religionen das, was einem gefällt und macht daraus ein Glaubensgebäude, was einem zusagt. So kann jeder eine religiöse Heimat finden.
Trotz einer Zunahme an allgemeiner Religiosität schrumpfen hierzulande die Kirchen. Es sind immer mehr Kirchenaustritte zu verzeichnen. Die großen Kirchen haben an Attraktivität verloren. Um diesem Trend entgegen zu wirken, passen sich viele Kirchen dem Zeitgeist an. Die Predigten werden seichter. Es gibt keine aufrüttelnden Botschaften mehr, die dem Hörer seinen erlösungsbedürftigen Zustand aufzeigen. Vielmehr wird ein Evangelium verkündet, das den Hörer nur ermutigt. Gott nehme jeden an. Man müsse sich nicht verändern. Solange man an Jesus glauben würde, wäre man gerettet. Dabei ist der Lebensstil nicht entscheidend. Ecksteine der christlichen Lehre wie die Autorität der Bibel, eine Schöpfung in sieben buchstäblichen Tagen oder die Ehe, bestehend aus Mann und Frau, verschwinden immer mehr. Jesus wird als kumpelhafter Typ dargestellt, der alles locker sieht. Man hört nicht mehr viel von den schrecklichen Wunden, die die Sünden in der Seele des Menschen reißen und von einer echten Buße und Umkehr, weg vom alten Leben hin zur wahren Freiheit von Sünde, hin zu Gott. Wo spricht heute noch jemand von absoluter Hingabe und Selbstaufopferung?
Die pouläre Religion beruhigt das Gewissen, aber verändert nur wenig im Leben. Man lebt weiter mit den Dingen, die die Seele verletzen und beruhigt sich mit dem Gedanken, dass Jesus einen trotzdem liebt und solange man an ihn glaubt, alles in Ordnung sei.
Genau das selbe gilt für alle anderen Religionen. Hier versuchen viele durch gute Taten ihr Karma zu ändern oder sich Pluspunkte bei seinem Gott zu sammeln. Jeder versucht damit, die Stimme seines Gewissens zu beruhigen.
Diese Stimme ist der Heilige Geist, der an jedem Herzen wirkt und dem Menschen die Dinge in seinem Leben aufzeigt, die nicht in Ordnung sind. Doch viele verdrängen diese Stimme oder versuchen einen Ausgleich durch gute Taten zu erwirken.
Doch alle versäumen den wesentlichen Punkt: Jesus bietet frei das Geschenk seiner Erlösung an. Er hat alles dafür getan, damit wir von unserer Schuld befreit werden können. Wir müssen keine guten Werke bringen, um uns selbst rein zu waschen oder das Geschenk der Erlösung zu verdienen. Dieses Geschenk kann einfach im Glauben angenommen werden. Es gibt nur eine Bedingung. Die Bibel nennt es “Buße”. Das ist eine Umkehr. Gott kann die Seele nur heilen, wenn der Mensch die Verhaltensweisen aufgibt, die seine Seele immer und immer wieder verletzen. Eine Brandwunde kann nicht abheilen, wenn man sie immer wieder ins Feuer hält. Genauso müssen wir uns von den Dingen fernhalten, die unserer Seele schaden. Doch selbst dabei möchte Gott uns helfen. Wenn wir in einer gottzentrierten Beziehung mit ihm leben, wird er unser Herz mit seinen Wünschen und Neigungen verändern. Dadurch wird sich auch unser Verhalten und unsere Gewohnheiten ändern.
Die 10 Gebote
Wie ein Leben mit Gott aussehen soll, hat er sehr genau in den zehn Geboten festgelegt. Wir sollen alle Dinge aufgeben, die wichtiger als Gott sind. Alles, was wir mehr verehren als unseren himmlischen Freund ist ein Götze. Aber nur Gott kann uns wahres Leben und Freiheit schenken. Deswegen ist der erste Schritt, alle Götzen im Leben zu identifizieren und rauszuwerfen. Wir sollen auch nichts in dieser Welt verehren und anbeten außer unseren Vater im Himmel. Nichts sollte mehr unsere Liebe und Hingabe erhalten als der Schöpfer des Universums. Gottes Name soll uns heilig sein. Wenn wir Gott lieben, werden wir darauf achten, ihn mit unserem Leben und Worten zu ehren. Wir werden den Sabbat heiligen und an ihm ruhen, um in der Gemeinschaft mit Gott aufzutanken. Das sind die ersten vier Gebote, die die Beziehung zwischen Gott und Mensch bezeichnen.
Die anderen sechs Gebote regeln das Leben der Menschen untereinander. Um wirklich wahres Glück und Gesundheit zu finden sollten wir unsere Eltern respektieren. Weil wir das Leben als eine Gabe Gotte sehen, werden wir nicht töten. Jesus sagt, wer seinen Bruder hasst, hat schon getötet. Es gibt Studien, die belegen, wie sich solche negativen Gefühle nicht nur auf unsere zwischenmenschlichen Beziehungen auswirken, sondern auch auf unsere eigene Gesundheit. Gott sagt uns weiter, dass wir die Ehe heilig halten sollen. Wie viel Schmerz und Leid verursacht Untreue und der ständige Wechsel von Partnerschaften. Wir leben in einer Welt mit zerbrochenen Familien, weil dieses Gebot nicht beachtet wird. Aus diesen kaputten Familien kommen traumatisierte Kinder hervor, die keine Stabilität und Identität haben.
Als nächstes kommt das Gebot: “Du sollst nicht stehlen”. Auch wenn nicht jeder Mensch ein Langfinger ist, so berauben wir uns oft auch in vielen Bereichen des Lebens. Wir berauben uns gegenseitig unserer Zeit und unserer Zuneigung. Jeder ist nur noch mit sich selbst beschäftigt und beraubt den Anderen seiner Zuwendung. Ein anderes Gebot, das heute nicht mehr ernst genommen wird, ist das “Du sollst nicht lügen”. Notlügen sind kein Problem. Doch wohin auch nur kleinste Lügen führen, zeigt uns jede Soapopera. Lügen zerstört Vertrauen und damit Beziehungen. Ehrlichkeit hingegen schafft Vertrauen und Sicherheit.
Das letzte Gebot ist heute auch hochaktuell! “Du sollst nicht begehren!” Man möchte immer das, was man nicht hat. Gerade in Zeiten von Social Media sieht man die tollen Urlaube, das Liebesglück oder das teure Auto der anderen. Dadurch entsteht in einem der Wunsch, das auch zu haben. Schnell kommt Neid auf. Das, was der Andere hat, ist besser als meins. Meine Frau ist nervig, aber die Frau meines Nachbarn scheint die perfekte Traumfrau zu sein. Und schon ist ein Drama vorprogrammiert!
Mit den Geboten hat Gott uns einen guten Fahrplan für ein glückliches Leben gegeben. Nur die Religion, die diese Gebote erhöht und zu ihnen zurückführt, ist die wahre Religion. Doch viele Christen sind daran gescheitert, wenn sie versucht haben, diese Gebote von sich selbst aus zu halten. Das ist absolut unmöglich und kann einen in tiefe Verzweiflung stürzen. Das ist z.B. Martin Luther passiert. Das Maßstab der Bibel ist viel zu hoch und wir sind zu sehr davon entfremdet als dass wir aus uns selbst heraus dahin zurückkehren können. Deswegen möchte Gott uns ein neues Herz geben und seinen Geist in uns wohnen lassen. Wenn er die volle Kontrolle über unser Leben haben darf, wird er Stück für Stück anfangen, unser zerbrochenes Herz zu heilen. Wir werden immer mehr ganz automatisch nach seinen Geboten leben. Je mehr wir in Harmonie mit diesen Geboten kommen, desto mehr Frieden wird das Herz erfüllen.
Ich selbst habe lange nach dem richtigen Weg gesucht und ihn hier gefunden! Ja, wahren Frieden zu finden kostet alles. Man muss all das aufgeben, was man einst geliebt und wo man gemeint hat, dass es einem gut tut. Oft sind wir in richtigen Süchten gefangen aus denen wir von selbst nicht mehr herauskommen. Doch übergeben wir uns jeden Tag an Gott und ordnen unseren Willen dem seinen unter, wird er uns Stück für Stück aus allen Abhängigkeiten herausholen. Er wird uns Freude an den Dingen schenken, die wir vorher als langweilig gesehen haben. Dafür werden wir andere Dinge verabscheuen, die wir einst mochten.
Ich wünsche mir sehr, dass alle Kirchen aufwachen und nicht um die Anerkennung der Welt kämpfen, sondern ihr einziges Ziel ist, nach der Anerkennung Gottes zu streben! Hier liegt für mich der Kern des Problems, auch für meine eigene Gemeinde. Aber es ist trotzdem schön zu wissen, dass es in jeder Konfession wahre Christen gibt, die ihren Glauben in voller Hingabe leben. Ich bin mir sicher, dass Gott bald alle seine Kinder aus allen Religionen sammeln wird, um uns zusammen in die himmlische Heimat zu führen!
Die Selbstoptimierungsfabrik
Manche Menschen können mit Religion in keinster Weise etwas anfangen. Sie machen um jegliche Spiritualität einen großen Bogen. Auch für sie gibt es auf dem breiten Weg etwas passendes.
Jeder Mensch sehnt sich nach Annahme und Akzeptanz. Wir wollen irgendwo dazu gehören. Im Grunde will keiner einsam durchs Leben gehen. Die Gesellschaft gibt uns Ideale vor, wie ein glückliches, perfektes Leben auszusehen hat. Frauen müssen schlank und schön sein. Die Haut muss einen ebenmäßigen Teint haben. Kein Pickel oder Fältchen darf den Gesamteindruck mindern. Von Männern wird erwartet, dass sie muskulös und heldenhaft sind. Schlaffe Bohnenstangen entsprechen nicht dem Schönheitsideal. Hollywood zeigt uns, wie wir sein müssen, damit wir angenommen und liebenswert sind. Der kleine Bauchansatz, Hautunreinheiten oder Geheimratsecken lassen uns gleich etwas minderwertiger fühlen. Sorge steigt in uns auf, dass wir so schlechtere Chancen auf einen Partner haben. Auch der Glaube an die Evolution spielt hier mit rein. In der Tierwelt wählt die Dame das stärkste Männchen, welches sie am meisten beeindrucken kann. Der Stärkere gewinnt. Also versucht jeder der Schönste, Klügste und Beste zu sein, damit er die besten Chancen in der Liebe oder im Beruf hat. Dazu gibt es in dieser Welt unendlich viele Coaches, Influencer und Produkte, die uns dabei behilflich sein wollen. Willkommen in der Selbstoptimierungsfabrik! Das Internet ist voll von Videos, wie wir unseren Körper richtig trainieren, damit wir athletisch wirken. Wir finden eine Menge Beautytipps. Viele wollen uns dabei helfen, mit wenig Einsatz große Gewinne einzukassieren. Außerdem gibt es Herrscharren von Influencern, die uns coachen, wie man seinen Traumpartner findet. Für all jene, die unsicher und introvertiert sind, gibt es viele Anleitungen, wie man selbstbewusster werden kann. Für jeden ist was für seine Baustelle dabei. Wenn man möchte, kann man sich den gesamten Tag damit beschäftigen, wie man sich selbst optimiert. Und wozu das alles? Damit man am Ende ein starkes Selbstbewusstsein hat und die Normen der Gesellschaft erfüllt. Es wird uns versprochen, dass wenn wir die Selbstoptimierungsfabrik verlassen, wir ein erfülltes Leben führen werden.
Dem aufmerksamen Betrachter des Bildes wird aufgefallen sein, dass sich zwei goldene Schilder vor der Fabrik befinden. Auf dem einen steht: “Du bist wertvoll in meinen Augen”. Auf dem anderen steht: “Ich liebe dich! Kehr um!” Hier spricht Gott zu dem Wanderer, der sich selbst verbessern möchte. In Gottes Augen ist diese Selbstoptimierungsfabrik unnötig. Er weiß genau wie aussichtslos es ist, wenn Menschen versuchen, sich selbst beliebter und annehmbarer zu machen. Viele Menschen landen in der Fabrik, weil sie einen geringen Selbstwert haben. Sie sehnen sich danach, geliebt und angenommen zu sein. Daher versuchen sie die Standards zu erfüllen, die diese Welt ihnen vorschreibt. Sie versuchen sich richtig zu kleiden und zu verhalten, um nicht aus dem Raster zu fallen. Doch Gott sagt zu all diesen Menschen: “Ich habe dich geschaffen, ja ich habe dich selbst designt. In meinen Augen bist du wunderschön. Ich habe dir deine Persönlichkeit mit ihren Stärken geschenkt. Leider weiß ich auch, dass die Sünde viel in dir zerstört hat. Sie hat Spuren in deinem Leben hinterlassen. Dein Herz ist zerbrochen. Durch diese Fabrik versuchst du dein Äußeres zu flicken, doch dein kaputtes Herz wird immer verwundet bleiben. Nur ich kann es wirklich heilen. Ja, ich möchte es sogar, komplett neu machen. Ich möchte dich wieder zu dem machen, zu dem ich dich ursprünglich geschaffen hatte, nämlich zu einer Prinzessin oder einem Prinzen Gottes. Du sollst mein Erbe und Thronfolger sein. Weißt du eigentlich, wie sehr ich dich liebe?
Ich habe meinen Thron, meinen Herrschaftsanspruch und die Liebe und Anbetung aller meiner Engel verlassen, um auf diese dunkle, unscheinbare Erde zu kommen. Ich bin ein kleines hilfloses Baby geworden, habe unter den Ärmsten und Verachtetsten gelebt, um zu wissen, wie es sich anfühlt, abgelehnt zu werden. Ich wurde von meinem eigenen Volk, dass ich Jahrtausende beschützt und gesegnet habe, verraten und umgebracht. Ich wurde von meinen besten Freunden verlassen. Ja, selbst mein Vater, mit dem ich seit der Ewigkeit verbunden bin, musste sich von mir zurückziehen als ich all die Sünden der gesamten Welt auf mich nahm. Das war unerträglich für mich. Mein Herz ist daran zerbrochen. Aber ich habe auch all deine Sünden, all deine Fehler und Schwächen, zu den meinen gemacht. Ich habe an deiner Stelle den schrecklichen Preis, nämlich den ewigen Tod, bezahlt, damit du mein Leben als Prinz und König leben kannst. Ich liebe dich so sehr, dass ich dir einen Tausch anbiete: Gib mir dein kaputtes, zerbrochenes, schuldbeladenes Leben. Dafür gebe ich dir mein fröhliches, sündloses Leben als König des Universums. Du kannst wahren Frieden und echte Freude haben. Du wirst nie mehr einsam sein, denn du bist Teil einer riesigen himmlischen Familie. Na, was denkst du? Möchtest du es wagen? Dann kehre um und folge dem Pfad zum schmalen Weg. Er wird dich an dieses herrliche Ziel führen!”
Leider verdrängen viele diese leise Stimme mit diesem großartigen Angebot. Sie sind nicht bereit, für den Tausch ihr altes Leben loszulassen. Sie sind davon überzeugt, ohne Gottes Hilfe ein erfülltes Leben zu finden. So stampfen sie selbstbewusst in die Selbstoptimierungsfabrik.
Doch ist dir aufgefallen, wie der Wanderer auf dem breiten Weg die Fabrik verlässt? Er kommt gebeugt heraus. Es ist nämlich gar nicht so einfach, sich selbst zu optimieren. Egal wie sehr man es versucht, man wird nie das Ideal erreichen. Es wird immer jemanden geben, der schöner, klüger, begabter und besser ist als ich. Und manche Dinge lassen sich schlichtweg einfach nicht ändern, wie z.B. der Alterungsprozess. Egal wie viele Cremchen man anwendet, Falten lassen sich irgendwann nicht mehr vermeiden. Selbst Schönheits-Ops helfen nicht auf Dauer. Es ist ein Rennen gegen die Zeit. Jeder wird dieses Rennen früher oder später verlieren. Was bleibt dann, wenn die Schönheit verflogen und die Gesundheit dahingeschwunden ist? Woran macht man dann seinen Wert fest?
Früher oder später wird jedem das einmal bewusst werden. Deswegen steht nach der Selbstoptimierungsfabrik ein Schild mit der Aufschrift: “Hat doch nicht funktioniert?” Gleich dahinter folgt ein weiteres Schild: “Versuch es mit Spiritualität!” Wenn die Lügen der Selbstoptimierung ihren Zauber verloren haben, beginnen manche doch über etwas Übernatürliches nachzudenken. Sie begeben sich auf die Suche nach einem Sinn für das Leben in irgendeiner Form von Spiritualität. Doch auch hier werden sie oft nicht die Antworten finden, die sie schon so lange suchen.
Die zweite Weggabelung
Viele sind auf ihrem Lebensweg inzwischen desillusioniert. Die Selbstoptimierung konnte ihnen nicht helfen, den tiefen Herzensfrieden, Liebe und Annahme zu finden. Selbst die verschiedenen Religionen sind meist keine echte Hilfe. Entmutigt schleppen sich diese Menschen weiter durch ihr Leben. Der Weg führt nun immer steiler bergab. Außerdem wird er zunehmend deutlich dunkler und schmaler. Die Hoffnung schwindet mehr und mehr. Doch noch gibt es ein Licht am Horizont!
Die Pilger auf dem breiten Weg kommen nun an eine weitere Wegkreuzung. Dort weist ein Schild zur wahren Religion. Gleichzeitig warnt ein weiteres Schild, dass dies die letzte Chance sei, um auf den schmalen Weg zu wechseln. Vor dem Wegweiser steht ein Mann, der auf den schmalen Weg hinweist. Er klärt die Vorübergehenden über den Unterschied zwischen der falschen und der wahren Religion auf. Zudem deckt er die Lügen der Selbstoptimierungsfabrik auf. Er berichtet von der Ruhe, die er selbst auf dem schmalen Weg gefunden hat. Die äußere Erscheinung des Mannes bestätigt seine Worte. Er strahlt eine tiefe Ruhe aus. Man spürt regelrecht, dass er in sich – oder besser: in Gott – ruht. Sein Gesicht leuchtet auf, wenn er von der Liebe Gottes berichtet, die sein zerbrochenes Herz geheilt hat. Mutig ruft er seine Zuhörer auf, den breiten Weg zu verlassen. Auch wenn der Aufstieg zum schmalen Weg steil sei, es wäre der Mühe auf jeden Fall wert! Direkt am Ende des Aufstiegs, auf der anderen Seite des Grabens, warte die Sabbatruhe auf die müden Pilger. Dort könnten sie endlich die lang gesuchte Ruhe finden.
Manch ein Wanderer beäugt den Aufstieg zum schmalen Weg etwas genauer. Der Pfad wirkt sehr schmal, steil und beschwerlich. Doch von oben scheint ein angenehmes Licht auf die Weggabelung, das einladend wirkt. Der ein oder andere erwägt, den Weg zu gehen und erklimmt vielleicht sogar die ersten Stufen. Doch bald gibt er entmutigt auf. Obwohl das warme Licht ihm Kraft spenden will, sieht er nur die Beschwerlichkeiten des Weges. Es ist doch viel angenehmer, dem nach unten führenden breiten Weg zu folgen als sich den schmalen Pfad hinauf zu kämpfen. So kehren die meisten um und folgen weiter dem Weg ins Verderben. Für diesen Weg muss man sich nicht anstrengen. Außerdem gibt es immer noch viel Spannendes auf dem Weg zu entdecken.
Nur die wenigsten, die dem Licht, das vom schmalen Weg her scheint, folgen, erreichen das Kreuz vor dem Abgrund. Der Pfad hierauf ist deutlich länger und steiler als bei der ersten Gabelung. Dies zeigt, dass es immer schwerer wird zu Gott umzukehren, je länger man dem breiten Weg gefolgt ist. Doch wer nicht aufgibt, findet am Kreuz, wie einst der Wanderer auf dem schmalen Weg, die Vergebung seiner Schuld. Die schwere Last, die man die ganze Zeit mit sich herumgeschleppt hat, fällt nun ab. Dort am Kreuz findet der Tausch statt. Jesus übernimmt die Sündenlast, bezahlt durch seinen Tod am Kreuz den Preis, so dass der Gläubige nun befreit in sein neues Leben starten kann. Auch die Brücke zum schmalen Weg ist deutlich labiler und wackliger. Der Abgrund ist tief und dunkel. Es erfordert Mut und Glauben, diese Brücke zu beschreiten. Doch wer es wagt, wird mit der versprochenen Ruhe auf dem schmalen Weg belohnt.
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