Geliebt.
Weißt du, wie sich das anfühlt? Sicher und geborgen zu sein, sich in die starken Arme deines Helden zu kuscheln?
Sicherlich hat jedes Mädchen einmal davon geträumt von einem Prinzen auf Armen getragen zu werden. Mein Bild erzählt heute eine Liebesgeschichte. Im Vergleich zu dieser Geschichte können Hollywood und Co. einpacken!
Der Held der Geschichte ist auch ein Prinz. Er ist allerdings nicht nur der Prinz eines einzelnen Landes, auch nicht der Thronfolger aller Länder zusammen. Nein, unser Prinz ist der König des Universums! Er herrscht nicht nur über das Weltall, sondern er hat die endlosen Weiten des Universums mit eigener Hand geschaffen. Auch unsere kleine Erde ist Ausdruck seiner grenzenlosen Kreativität, seinem Sinn für das Schöne, seinem Humor und seiner Liebe für Gesetzmäßigkeiten und Struktur. Leider ist heute viel von diesen Wundern durch das Böse verschüttet, aber man kann noch genug erkennen, um den genialen Schöpfer dahinter zu sehen.
Unser Held hat diese Erde nur aus einem einzigen Grund so schön geschaffen: er wollte uns Menschen, der Krone seiner Kreativität und Schöpfungsmacht, ein Geschenk damit machen. Er wollte, dass wir uns an diesem Planeten erfreuen und ihn, unseren Schöpfer, dadurch lieben lernen.
Unser Held hat die Menschen geschaffen, weil er eine tiefe Sehnsucht nach einem Gegenüber im Herzen hatte. Er wollte jemanden an seiner Seite haben, der ihm ähnlich ist. Daher hat er den Menschen nach seinem Bilde geschaffen – wunderschön, stark, gesund, voller Glück und Freude, weise, kreativ, liebend und noch so viel mehr als das!
Das Problem mit dem freien Willen
Doch wenn wir uns in unserer Zeit heute umschauen, sieht das Bild nicht anders aus? Wir haben einen zerstörten Planeten, auf dem zerbrochene Menschen wohnen.
Ich kann an dieser Stelle nicht weiter auf den Ursprung all des Leides und des Bösen eingehen. Nur so viel sei gesagt, dass Gott den Menschen mit einem freien Willen geschaffen hat. Seine tiefste Sehnsucht ist, dass die Menschen ihn aus freien Stücken lieben und anbeten. Um das zu gewährleisten, musste er ihnen die Wahl lassen. Dadurch hatte der Mensch auch die Möglichkeit, sich gegen Gott und damit gegen das Gute, Schöne und Vollkommene zu entscheiden und für das Böse, Zerstörerische und den Tod. Leider haben bereits unsere ersten Eltern letzteres erwählt. So fand der Tod, Leid, Krankheit und Ungerechtigkeit Eingang in die von Gott vollkommen geschaffene Welt. Frieden und Freude wurde von Krieg und Leid vertrieben.
Was tut nun Gott als er sieht, dass die Wesen, die er sich als Familie erwählt hat, ihm den Rücken kehren und seine verbittertsten Feinde werden? Er ist immerhin Gott und könnte ohne mit der Wimper zu zucken, die Menschen und den schönen Planeten Erde mit einem Schlag vernichten. Es wäre dann so, als wären wir nie hier gewesen. Gott hätte ohne Probleme noch einmal von vorne anfangen können.
Doch Menschen sind für ihn nicht einfach nur Objekte, die jederzeit durch ein anderes, gleichwertiges Objekt ersetzt werden können. Gott hat jeden Menschen einzigartig geschaffen. Er hat sich sehr genau Gedanken gemacht, wie er jeden von uns designt und welche Gaben und Talente er uns mitgeben möchte. Jeder Mensch ist ein Unikat und unendlich wertvoll in Gottes Augen.
Wir Menschen sind Gott so kostbar, dass er keinen Preis scheute, um uns zurückzubekommen. Der große Widersacher Gottes hat die Menschheit erfolgreich von Gott entfremdet. Als sich Adam und Eva entschieden, der Schlange mehr zu glauben als Gott, wurden sie Sklaven Satans. Damit fiel die Erde unter sein Herrschaftsgebiet. Dabei waren die Menschen Gottes Kinder und die Erde sollte von den Menschen für Gott verwaltet werden. So stahl Satan das, was rechtmäßig Gott gehörte.
Gottes Heldentat
Was tat Gott nun? In Filmen oder Büchern würde der Prinz jetzt losziehen und mit Gewalt seine geliebte Prinzessin aus der Hand des Drachens befreien. Hoch zu Ross und mit gezogenem Schwert würde er seinem Widersacher entgegentreten.
Der König des Universums wählte einen anderen Weg. Er verließ seinen Thron, von dem er das gesamte Weltall regierte. Er wurde ein kleines Embryo im Laib einer jungen armen Frau. Als hilfloses Baby wurde er in einem Stall geboren. Er wuchs in ärmlichen Verhältnissen auf und arbeitete die ersten 30 Jahre seines Lebens als einfacher Zimmermann. Sein Plan war es, sich mit den Kämpfen und alltäglichen Sorgen der Menschen vertraut zu machen. Er wollte wissen, wie es ist, wenn man als Kind von anderen gemobbt wird, ja sogar von seinen eigenen Geschwistern. Er wollte wissen, wie es ist, einer einfachen Arbeit nachzugehen, um den Lebensunterhalt für seine Familie zu erwirtschaften. 30 Jahre erlebte Jesus mit seiner Familie zusammen alle Höhen und Tiefen, die das menschliche Leben beinhalten.
Doch Jesus kam nicht nur auf die Erde, um zu wissen, wie sich unser Leben anfühlt. Er kam, um uns aus all dem Leid und Elend zu befreien. Um das zu erreichen, musste er die Schuld, die wir alle auf uns geladen haben, begleichen und dabei noch selbst schuldlos bleiben. Das heißt Jesus war all den Versuchungen ausgesetzt, mit denen auch wir zu kämpfen haben. Doch im Gegensatz zu uns durfte er sich keinen einzigen Fehltritt erlauben. Er musste in allem fehlerlos bleiben.
Er führte nicht nur ein sündloses Leben, sondern sein großes Ziel war es, den Preis für die Sünde, was die Rebellion gegen Gott ist, zu bezahlen. Und dieser Preis ist der Tod (s. Römer 6,23).
Jesus ließ sich freiwillig gefangen nehmen, foltern und töten. Er starb keinen angenehmen Tod. Sein Tod, der Tod am Kreuz, ist einer der grausamsten Tötungsarten. Die körperlichen Schmerzen sind kaum in Worte zu fassen. Allein die Nägel, die den Körper am Kreuz befestigten und durch das Körpergewicht die Wunden stetig weiter vergrößerten, müssen unsagbare Schmerzen gewesen sein. Der eigentliche Tod trat meist erst nach drei Tagen durch Ersticken ein. Doch bei Jesus waren es nicht die körperlichen Schmerzen, die ihn umbrachten. Es waren die seelischen Qualen. Das fröhlichste, schönste, reinste, heiligste und sanftmütigste Wesen des gesamten Universums musste all die Bosheit, Lügen, Arglist, Stolz und all die anderen bösen Taten aller Menschen tragen, die jemals gelebt haben und leben werden. Jesus verabscheut all das Böse und trotzdem nahm er das alles freiwillig auf sich, um uns davon zu befreien. Die Sünden der gesamten Menschheit trennten ihn von seinem geliebten Vater, mit dem er seit der Ewigkeit eins war. Denn ein heiliger Gott kann nicht in der Nähe eines Sünders verweilen. So zerbrach Jesu Herz unter der Last meiner und deiner Sünden. Er starb getrennt von seinem Vater und verlassen von den Menschen, die ihm am Nähesten standen.
Das verlorene Schäfchen
Warum tat er es gleich nochmal?
Weil er das, was er verloren hatte, so sehr liebte, dass ihm kein Preis zu hoch war, um es wieder zurückzugewinnen. Selbst sein eigenes Leben, selbst die innige Gemeinschaft mit Gott, war ihm nicht genug, solange DU verloren warst!
Gott hätte noch viele andere Welten gehabt, wo ihn Wesen hätten anbeten und lieben können. Doch all diese anderen Welten, alle Engel des Universums konnten die Lücke im Herzen Gottes nicht ausfüllen, die unsere kleine verlorene Welt gerissen hatte.
Darum verließ Jesus das Universum und kam auf unseren unbedeutenden Planten, um das zu suchen, was verloren war.
Lieber Leser, er kam für dich persönlich! Ist dir bewusst, wenn DU der einzige Mensch auf dieser Erde wärest, der von Gott weggelaufen wäre, dass Jesus all das nur für DICH getan hätte, um dich zu retten?
Diese Geschichte erzählt Jesus in seinem Gleichnis vom verlorenen Schaf in Lukas 15,4-7:
“Welcher Mensch ist unter euch, der hundert Schafe hat und, wenn er eines von ihnen verliert, nicht die neunundneunzig in der Wüste lässt und geht dem verlorenen nach, bis er’s findet? Und wenn er’s gefunden hat, so legt er sich’s auf die Schultern voller Freude. Und wenn er heimkommt, ruft er seine Freunde und Nachbarn und spricht zu ihnen: Freut euch mit mir; denn ich habe mein Schaf gefunden, das verloren war. Ich sage euch: So wird auch Freude im Himmel sein über einen Sünder, der Buße tut, mehr als über neunundneunzig Gerechte, die der Buße nicht bedürfen.”
Bist du dir bewusst, dass du dieses eine Schäfchen bist? Jesus hat 99 andere Schafe verlassen, hat keine Mühen, Qualen und Nerven gescheut, um DICH zu finden?
Weißt du, wie sehr sich Gott und der ganze Himmel über einen Menschen freut, der sich von Gott finden lässt?
Für mich ist das die größte Liebesgeschichte aller Zeiten! Wo gibt es eine größere Liebe als die, die ein selbstloser Gott für eine egoistische und stolze Menschheit hat?
Die Entstehung des Bildes
Das ist der Hintergrund zu dem heutigen Bild. Ich habe es für eine Freundin gemalt. Sie war eines dieser verlorenen Schäfchen. Diese Welt hat ihr tiefe Wunden zugefügt. Sie sah für sich keine Hoffnung mehr. Doch es gab einen, der in ihr das Potential sah, was er in sie hineingelegt hatte. So führte er sie zu uns und ich durfte mit ihr die Bibel studieren. Was für ein Vorrecht es ist, Menschen auf ihren Weg zu Gott begleiten zu dürfen. Es gibt keine größere Freude als die, wenn man sieht, wie Gott einen Menschen zu heilen beginnt und das Leben sich langsam zum Guten verändert.
Diese Freundin war der erste Mensch, den ich bis zur Taufe begleiten durfte. Jahrelang hatte ich für diese Erfahrung gebetet.
Als ich nach einem Taufgeschenk suchte, stieß ich auf den Text „He left the 99 to save me“ – „Er hat die 99 verlassen, um mich zu retten“. Den Text empfand ich als sehr passend für meine Freundin. Das Motiv zu dem Bild war auch schnell gefunden. Jesus, der freudestrahlend sein kleines verlorenes Schäflein auf dem Arm trägt.
Ich liebe Schafe seit meiner Jugend. Seitdem ich bei der Geburt zweier Lämmer dabei war, habe ich mich in diese Tiere verliebt. Die neugeborenen Lämmer sind noch so schwach und hilflos. Sie wirken so zart und zerbrechlich. Genauso betrachtet Gott uns. Er sieht, wie zart, zerbrechlich und hilflos wir sind. So umsorgt er uns mit all seiner Liebe und schützt mit all seiner Kraft.
Das Bild habe ich auf A4-Acrylkarton mit Acrylfarben gemalt. Es musste ein einfaches Bild werden, denn ich hatte mal wieder nicht viel Zeit. Also habe ich vor dem Malen gebetet, dass Gott meinen Pinsel führen möge. Ich sagte zu Gott: „Du musst für mich malen, denn du weißt, ich habe keine Zeit!“. Es ist erstaunlich, dass Gott diese Gebete beantwortet! Ich drücke mich gerne davor, Menschen zu malen. Gesichter finde ich schwierig und Hände auch. Deswegen vermeide ich Motive, wo diese vorkommen. Doch hier kam ich nicht drumherum. Auch habe ich noch nie so richtig ein Schaf gemalt und ich wusste nicht, wie ich das am besten hinkriegen sollte. Aber unter Gebet machte ich mich frisch ans Werk. Es war dieselbe Erfahrung, die ich bereits beim Malen des Breiten und des Schmalen Weges gemacht hatte. Das Bild malte sich nahezu von selbst. Ich musste nicht viel korrigieren. Der Pinsel wusste genau, was er zu tun hatte. So war innerhalb von zwei Abenden das Bild fertig- gerade rechtzeitig zur Taufe!
Bevor ich es verschenkt habe, habe ich das Bild noch eingescannt. Ich habe es mit Procreate noch etwas bearbeitet und die Schriftart geändert. So kann ich das Bild jetzt in verschiedenen Sprachen erstellen. Ich habe es in Deutsch als A4-Poster drucken lassen. Es ist ab sofort in meinem Onlineshop erhältlich! Als Nächstes kommt noch ein Lesezeichen mit demselben Motiv.
Hier seht ihr das unbearbeitete Bild mit dem originalen, handgemalten Schriftzug:
Was ist es mit dir, kleines Schäfchen?
Zum Schluss möchte ich dich, lieber Leser fragen, ob du diese Erfahrung des Bildes auch schon gemacht hast? Warst du verloren und hast dich von Jesus finden lassen? Wenn ja, dann bleib in seiner Liebe!
Falls du noch das kleine Schäfchen sein solltest, dass sich von der Herde verirrt hat und einsam und verletzt durch diese gefährliche Welt irrt, dann habe ich eine gute Botschaft für dich! Jesus ist auf der Suche nach DIR! Er hat die 99 anderen Schafe zurücklassen, nur um dich zu finden! Er ist dir sehr nahe und bereit, dich aus deinem Schlamassel zu ziehen, egal wie tief du drinnen steckst und wie du da hinein gerutscht bist!
Du kannst ein einfaches Gebet sprechen:
„Lieber Vater, ich danke dir, dass du die 99 anderen Schafe verlassen hast, um mich zu finden. Danke, dass ich so kostbar und wertvoll in deinen Augen bin, dass dir kein Preis zu hoch ist, um mich zu retten. Du siehst, ich stecke tief im Schlamm der Sünde fest. Das Leben hat mich verwundet. Ich brauche deine Hilfe und deine Heilung! Bitte vergib mir meine Schuld und schenke mir dein neues Leben. Bitte komm in mein Leben. Ich übergebe dir mein ganzes Herz mit all meinen geheimen, dunklen Seiten. Bitte mach es neu, rein und heilig. Ich danke dir, dass du mich angenommen hast, so wie ich bin und dass du ab heute mein Leben verändern und heilen wirst. Im Namen Jesu, Amen!“
Möge Gott dich reichlich segnen!
Hier nun noch die “schöne”, überarbeitete Version! 🙂
2 Antworten auf "Er hat die 99 verlassen, um mich zu retten!"
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Ich finde das unbearbeitete Original noch schöner 😍 und eine großartige Idee für die Taufe!
Oh, danke für die Rückmeldung! Das finde ich sehr spannend! Jetzt ist mir auch aufgefallen, dass ich statt “finden” im Druck “retten” geschrieben habe!