Das Matterhorn

Nach längerer Pause, möchte ich euch heute mein neustes Bild vorstellen. Es ist kein großes Kunstwerk, aber ein Geburtstagsgeschenk für eine liebe Freundin. Sie ist etwas ganz besonderes. Gebürtig kommt sie aus Tscheschien, lebt aktuell in Deutschland, hat die englische Sprache studiert, aber ihr Herz schlägt für die Schweiz. Noch internationaler kann es nicht werden! Aber genauso groß wie ihre Liebe zu der Schweiz ist die Liebe zu den Bergen; zu den Schweizer Bergen im Besonderen und zu dem Matterhorn im ganz Speziellen. In ihrer Wohnung hängen Fotos vom Matterhorn von allen möglichen Perspektiven und Formaten. Nur eines fehlte ihr noch: ein Gemälde vom Matterhorn. Aber das sollte sich zu ihrem diesjährigen Geburtstag ändern! 

Ein passendes Motiv war schnell gefunden. Es gab nur ein Problem bei der ganzen Sache: Ich kann keine Berge malen. Nur in der Ferne, ohne große Details.

Aber die ganzen Felsvorsprünge und Kanten, Licht- und Schattenspiele in einem Berg übersteigen meine künstlerischen Fähigkeiten. Aber ich sagte mir, man wächst mit seinen Herausforderungen!
Also wagte ich mich todesmutig an das Matterhorn! Das Malen war so schwierig wie die Besteigung dieses Berges für einen ungeübten Wanderer sein muss. 

Die Grundform war schnell angelegt. Doch wie befürchtet, scheiterte ich an den ganzen Nuancen. Oft habe ich den Berg übermalt und von vorne angefangen. Bis ich in meiner Verzweiflung die Malspachtel herausholte und einfach mit verschiedenen Farben über den Berg ging und dann noch ein paar Details mit dem Pinsel nacharbeitete. Auf einmal war der Berg fertig. Ich war sehr unzufrieden. Aber ich dachte mir, ich male zunächst noch den Wald davor und dann würde es vielleicht besser wirken. Ein Freund brachte mich auf die Idee, etwas Nebel in das Bild einzufügen. Das war eine gute Idee. Denn so konnte ich ein paar ganz hässliche Stellen durch den Nebel vertuschen. 

So unzufrieden ich auch mit dem Berg war, um so überraschter war ich von der Schweizer Fahne. Als ich anfing, sie zu malen, dachte ich, dass ich sie nicht hinbekommen würde. Doch am Ende war ich ganz überrascht von dem Ergebnis! In letzter Zeit habe ich viel Kleidung gemalt und das hat sich scheinbar an der Flagge ausgezahlt.  

Zum Schluss sollte ein Bibelvers nicht fehlen. Da es schon recht spät am Abend war und ich das Bild am nächsten Tag überreichen wollte, fiel der Text sehr kurz und simple und daher auch etwas unvollkommen aus. 

Doch immerhin ist mir mit diesem Bild ein Unikat gelungen. Immer wieder durchleide ich Kämpfe beim Malen, erlebe Misserfolge und frage mich, wie ich jemals ein gutes Bild zustande bringe. Aber am Ende überraschen mich die meisten Bilder positiv. Oft kann ich gar nicht glauben, dass ich sie gemalt habe. In solchen Momenten kommt mir einer meiner absoluten Bibelverse aus 2.Korinther 12:9 in Erinnerung: 

Und er hat zu mir gesagt: Meine Gnade genügt dir, denn meine Kraft kommt in Schwachheit zur Vollendung. Sehr gerne will ich mich nun vielmehr meiner Schwachheiten rühmen, damit die Kraft Christi bei mir wohne. 

Noch befriedigender als der Prozess des Malens ist der Moment, wenn der zukünftige Besitzer des Bildes dieses zum ersten Mal sieht. Ganz besonders, wenn es eine Überraschung ist. Auch hierzu gibt es einen passenden Bibelvers aus Apostelgeschichte 20:35b: 

Geben ist Seliger als Nehmen.  

So ist das Malen für mich eine doppelte Freude. Der Prozess des Malens und Schaffens ist sehr bereicherend, genauso wie das Bild jemanden zu übergeben, der es schätzt und sich darüber freut. 

Hier unten seht ihr noch eine kleine Postkarte, die ich parallel zu dem Matterhorn gemalt habe. Diese Postkarte habe ich an eine mir unbekannte Person im Zuge einer Wichtelaktion geschickt. Aber auch hier habe ich die Rückmeldung erhalten, dass diese kleine Karte für eine besondere Freude gesorgt hat.

 

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